Was ist der Kinderlandtag?
Das Projekt der Katholischen Jungschar Südtirols gemeinsam mit dem Südtiroler Landtag soll auch heuer wieder Kindern die Möglichkeit geben Politik selbst zu erleben und Erfahrungen zu machen, wie es so ist, wenn man nach der eigenen Meinung gefragt wird. Zwischen Dienstag, 19. November und Freitag, 22. November findet der 4. Südtiroler Kinderlandtag in Bozen statt.
Die Anmeldungen starten Ende September. Genauere Informationen folgen.

Welche Ziele hat der Kinderlandtag?
– Die Kinder werden in aktuelle Themen der Tagespolitik befähigt und beauftragt eine Meinung dazu zu bilden.
– Die Kinder (er)leben Mitbestimmung und Demokratie. Sie sagen ihre Meinung und stellen diese dar. Die Kinder bringen den Erwachsenen ihre Sichtweise,  Lebenswelt und Erfahrung näher und bereichern so aktuelle politische Diskussionen.
– Die Politikerinnen und Politiker hören was die Kinder sagen und richten die Politik danach aus.

Wer kann alles mitmachen?
Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren (5. Grundschule bis 3. Mittelschule), in Gruppen, Klassen oder als Einzelpersonen. Die Teilnahmezahl pro Konferenz ist auf die verfügbaren Sitzplätze (70) beschränkt. Eine Konferenz wird bei einer Anmeldung von mindestens 5 Kindern durchgeführt.

Wann findet der Kinderlandtag statt?
Der Kinderlandtag findet an den folgenden Tagen statt:
Dienstag, 19. November eine Konferenz am Vormittag und eine Konferenz am Nachmittag,
Mittwoch, 20. November eine Konferenz am Vormittag und
Donnerstag,
21. November eine Konferenz am Vormittag und eine Konferenz am Nachmittag.
Abschluss und Präsentation der Ergebnisse am Freitag, 22. November 2019
In jeder Konferenz können die Kinder an einem Kinderrecht mitarbeiten. Die Kinder melden sich im Vorfeld zum Kinderlandtag an und entscheiden da bereits über das Kinderrecht (Thema), welches sie bei dieser Konferenz behandeln möchten. Für die Arbeit zu den Kinderrechten stehen 3 Stunden (= 1 Konferenz) zur Verfügung. Jedes Kind kann an so vielen Konferenzen teilnehmen, wie es möchte. Insgesamt könnte jedes Kind bis zu 5 Themen bearbeiten. Die Plenumssituation wird simultanübersetzt: deutsch und italienisch. Die Kleingruppen finden entweder in deutscher oder in italienischer Sprache statt.

Was ist bei der Anmeldung zu beachten?
Die Anmeldung der Kinder zum Kinderlandtag läuft über die Katholische Jungschar Südtirols und beinhaltet die Daten der Kinder sowie bereits im Vorfeld eine Entscheidung, zu welchem Kinderrecht jedes einzelne Kind arbeiten möchte. Jedes der maximal sieben Kinderrechte, welche beim Kinderlandtag behandelt werden, wird samt Themen und Inhalten in einem Kurzvideo (in einer Youtube-Playlist) präsentiert. Die Kinder entscheiden sich also bereits im Vorfeld, zu welchem Thema sie in der Konferenz arbeiten möchten.
Die Anmeldungen starten Ende September. Genauere Informationen folgen.

Um welche Themen geht es beim Kinderlandtag?
Die Themen, die beim Kinderlandtag behandelt werden, sind Themen aus der aktuellen Tagespolitik. In den Konferenzen arbeiten die Kinder zu einem ausgewählten Kinderrecht. Zu jedem einzelnen Kinderrecht gibt es ein (oder mehrere) Unterthema(en) und konkrete Fragestellungen, welche aus der Politik kommen: Politikerinnen und Politiker bzw. Fraktionen des Landtages haben die Möglichkeit, Themen für den Kinderlandtag zu benennen und einzubringen, an denen sie aktuell arbeiten und für die sie die Meinung der Kinder einholen möchten. Diese Sammlung an Themen wird in der Projektgruppe für den Kinderlandtag gesichtet und verschiedenen Kinderrechten inhaltlich zugeordnet (max. sieben Kinderrechte). Die Ergebnisse und auch die Konferenzen werden also verstanden als Antwort der Kinder auf die Fragen der Politikerinnen und Politiker. Daher sind diese bei den jeweiligen Präsentationen der Konferenzen eingeladen als Zuhörende die Meinung der Kinder und ihre Antworten zu hören. Es zählen in allen Konferenzen und auch in der Präsentation der Abschlussergebnisse die Meinungen und Vorschläge der Kinder.

Warum ist der Kinderlandtag wichtig?
Die UN-Kinderrechte gelten als Grundlage des Südtiroler Kinderlandtags. Die Konvention über die Rechte des Kindes wurde am 20. November 1989 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen einstimmig angenommen und 1991 in Italien ratifiziert. Diese Kinderrechtskonvention feiert im Jahr 2019 ihr 30jähriges Bestehen. Eines der vier Grundprinzipien der Konvention ist die Achtung der Meinung des Kindes; Kinder sollen ihre Meinung frei äußern können, bei Erwachsenen Gehör finden und ihrem Alter entsprechend an Entscheidungen beteiligt werden (Artikel 12): „Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife.“
Das Prinzip des Kinderlandtags formuliert sich darin, Demokratie, Mitbestimmung und Verantwortung unmittelbar zu erfahren und zu praktizieren. Auf diese Art und Weise werden Kinder in demokratische Prozesse integriert. Demokratie soll Kindern nicht als abstrakter und entfernter Prozess vermittelt werden, der keine Anschlussfähigkeit an ihre eigene Lebenswirklichkeit aufweist, sondern für Kinder erfahrbar werden. Demokratie beginnt nicht bei der Theorie, sondern durch die Erfahrung, dass es unterschiedliche Versionen von Wirklichkeiten gibt, wobei die Pluralität eine Chance ist; Pluralität im Sinne von Unterschiede in Nationalität oder Geschlecht, aber auch zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Erst diese Art der politischen Bildung und Erfahrbarkeit von Demokratie ermöglicht die Entwicklung von Kindern zu interessierten Jugendlichen und dann zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern. Im Mittelpunkt des Kinderlandtags ist die Beteiligung der jungen Südtirolerinnen und Südtiroler an den sie betreffenden Entscheidungen. Kinder und Jugendliche sind Expertinnen und Experten in eigener Sache. Sie können viel dazu beitragen, ihr Lebensumfeld kind- und jugendgerechter zu gestalten und Fehlplanungen zu vermeiden. Die Katholische Jungschar versteht Beteiligung in dem Sinne, dass Kinder eigenständig und selbsttätig agieren können. Erwachsene sollen Kinder unterstützen und sie in ihrem Tun stärken.

 Zusammenarbeit mit
– Südtiroler Landtag – Landtagspräsident Josef Noggler
– Landesrat Philipp Achammer
– Kinder- und Jugendanwaltschaft
– Deutsches, Italienisches und Ladinisches Schulamt
– Südtiroler Jugendring

Gefördert von
– Amt für Jugendarbeit
– Land Südtirol

Unterlagen
Konzept_ Kinderlandtag_2019
Ergebnisbroschüre_Kinderlandtag_2017

Cos’ é il Consiglio Provinciale per bambini?
Il progetto della Katholischen Jungschar Südtirols insieme al Consiglio provinciale altoatesino offre ai bambini l’opportunità di sperimentare la compartecipazione alle decisioni, la democrazia e di presentare la propria opinione.
Le iscrizioni iniziano alla fine di settembre. Ulteriori informazioni seguiranno.

 Quali fini ha il Consiglio Provinciale per bambini?
– I bambini sono incaricati e resi in grado di formarsi un’opinione su temi dell’attualità politica.
– I bambini sperimentano la compartecipazione alle decisioni e la democrazia. Affermano la propria opinione e la presentano. Trasmettono agli adulti il proprio punto di vista, il proprio mondo, la propria esperienza e arricchiscono così l’attuale discorso politico.
– I politici ascoltano quanto i bambini hanno da dire e orientano le loro decisioni politiche alle opinioni dei più piccoli.

Chi puó partecipare?
Bambini e ragazzi dai 10 ai 14 anni (dalla quinta elementare alla terza media), in gruppi, classi o singoli partecipanti. Il numero di partecipanti ad ogni conferenza è ristretto al numero di posti disponibili (70). Si tiene una conferenza se vi è l’iscrizione di almeno 5 bambini.

Quando avrà luogo il Consiglio Provincale per bambini?
Il Consiglio Provinciale per bambini avrà luogo nei seguenti giorni:
Martedì 19 novembre si terrà una conferenza al mattino e una al pomeriggio,
mercoledì 20 novembre vi sarà una conferenza al mattino e
giovedì 21 novembre una conferenza al mattino e una al pomeriggio.
La conclusione con la presentazione dei risultati si terrà venerdì 22 novembre 2019.
In ogni conferenza i bambini lavoreranno su un diritto dell’infanzia. I bambini si iscriveranno in precedenza e decideranno al momento dell’iscrizione di quale diritto (tema) vorranno occuparsi. Per i lavori ad ogni singolo diritto dell’infanzia sono a disposizione 3 ore (1 conferenza). Ogni partecipante può presenziare a tutte le conferenze volute. I bambini possono partecipare all’elaborazione di un massimo di 5 temi.
Il plenum sarà caratterizzato da traduzione simultanea tedesco/italiano. I gruppi singoli sono caratterizzati dall’uso di una singola lingua, tedesco o italiano.

Cosa dovrebbe essere considerato per l‘ iscrizione?
Le iscrizioni dei bambini al Consiglio Provinciale per bambini avviene attraverso la Katholische Jungschar e richiede la comunicazione dei dati dei bambini così come della scelta del diritto specifico cui ciascun bambino vorrebbe lavorare. Ognuno dei (massimo) sette diritti che saranno oggetto della prossima edizione del Consiglio Provinciale per bambini sarà presentato, assieme ai temi e ai contenuti assegnatigli, in un breve filmato, che farà parte di una playlist YouTube. I bambini potranno decidere così fin da subito a quale tema vorrebbero lavorare nell’ambito della conferenza.
Le iscrizioni iniziano alla fine di settembre. Ulteriori informazioni seguiranno.

Quali sono i temi del Consiglio Provincale per bambini?
I temi di cui tratta il Consiglio Provinciale per bambini sono tratti dall’attualità politica. Nelle conferenze i bambini si focalizzano su un diritto dell’infanzia scelto appositamente. Assieme ad ogni singolo diritto vengono proposti uno o più sotto-temi e questioni concrete tratte dalla politica; singoli politici o anche frazioni del consiglio provinciale hanno la possibilità di proporre dei temi al Consiglio Provinciale per bambini sui quali udrebbero volentieri il loro parere. Tale ventaglio di temi viene esaminato dal Gruppo di progetto; i singoli temi vengono in seguito, a seconda del loro contenuto, assegnati ai diversi diritti dell’infanzia. Può pertanto accadere che a ciascun diritto vegano ordinati vari temi da discutersi nell’ambito delle conferenze dei bambini. Il numero dei singoli diritti dell’infanzia presi in esame nell’ambito del Consiglio Provinciale per bambini è limitato a sette. I risultati e le conferenze stesse sono concepiti come una risposta da parte dei bambini a questioni poste dai politici. Questi sono perciò invitati a partecipare in qualità di ascoltatori alle presentazioni che seguono le sedute del Consiglio Provinciale per bambini, così da poter udire di persona le risposte e le opinioni espresse.

Perché il Consiglio Provincale per bambini Kinderlandtag è importante?
I diritti dell’infanzia, come definiti dall’ONU, rappresentano il principio fondante del Consiglio Provinciale dell’Alto Adige per bambini. La convenzione sui diritti dell’infanzia fu approvata all’unanimità dall’Assemblea generale delle Nazioni Unite il 20 novembre 1989 e ratificata in Italia nel 1991. La convenzione celebra nell’anno 2019 il trentesimo anniversario della sua redazione. Uno dei principi fondamentali della convenzione è la stima dell’opinione dei bambini; essi dovrebbero poter esprimere liberamente le loro opinioni, trovar ascolto da parte degli adulti ed essere coinvolti nelle decisioni nella misura che conviene alla loro età (articolo 12): “Gli Stati parti garantiscono al fanciullo capace di discernimento il diritto di esprimere liberamente la sua opinione su ogni questione che lo interessa, le opinioni del fanciullo essendo debitamente prese in considerazione tenendo conto della sua età e del suo grado di maturità”. Il Consiglio Provinciale per bambini si propone di render possibile sperimentare e praticare la democrazia, la compartecipazione alle decisioni e la responsabilità. In questo modo i bambini vengono integrati in processi democratici. La democrazia non dovrebbe essere trasmessa ai bambini come un processo astratto e distante, non avente alcuna connessione con la loro vita concreta, ma quale parte esperibile della loro realtà. La democrazia non inizia da una teoria, ma dall’esperienza che vi sono differenti versioni delle realtà, che fanno apparire la pluralità come un’opportunità. Tale pluralità non deve essere intesa solamente nel senso di una differenza di nazionalità o sesso, ma anche nell’ottica generazionale di una differenza fra bambini, adolescenti ed adulti. Solo un’adeguata formazione politica e la concreta partecipazione alla democrazia fa sì che i bambini possano diventare un giorno adolescenti interessati e successivamente cittadini maturi. Il Consiglio Provinciale per bambini presta particolare attenzione al coinvolgimento di giovani altoatesini nelle decisioni che li riguardano. Bambini ed adolescenti sono i veri esperti nelle questioni che li riguardano. Possono contribuire in maniera decisiva a rendere il loro ambiente di vita più a misura di bambino e ad evitare progetti e decisioni sbagliati. La Katholische Jungschar intende tale coinvolgimento nel senso che i bambini possano agire in autonomia e di propria mano. Gli adulti dovrebbero sostenere i bambini e rafforzarli nel loro agire.

In collaborazione con:
– il Consiglio provinciale altoatesino – il presidente del Consiglio Josef Noggler
– il consigliere provinciale Philipp Achammer
– garante per l’infanzia e l’adolescenza
– l’Ufficio scolastico tedesco, italiano e ladino
– lo Südtiroler Jugendring

Sostenuto da:
– Amt für Jugendarbeit
– Provincia Alto Adige

Documenti
Concetto_ConsiglioProvincialeperBambini_2019

Risultati_ConsiglioProvincialeperbambini_2017