Miniaufnahmefeier

Wenn Mädchen und Buben im Ministrantendienst begrüßt werden, ist das für jede Gemeinde ein Grund, sich zu freuen und dies den Kindern auch zu zeigen.

Mini sind Glaubenszeugen in ihrer Welt. Gerade bei der Begrüßung im Minidienst sollen sie spüren: „Für Gott bin ich wichtig.“ Wenn im Gottesdienst zudem deutlich wird, dass die Gemeinde die Ministrantinnen und Ministranten mit ihrem Dienst wertschätzt und dass sie auch als junge Christen wahr- und ernst genommen werden, ist Wichtiges erreicht. Dies alles sind gute Gründe, die Begrüßung der „Neuen“ bewusst zu gestalten.

Vor dem Gottesdienst

Vor dem Einzug versammeln sich alle Dienstträger (Kinder und Erwachsene) vor dem Kreuz in der Sakristei. Der Priester lädt dazu ein, zur Ruhe zu kommen und sich zu sammeln. Nach einer kurzen Stille spricht er:

Herr Jesus Christus, unser Bruder, heute ist ein besonderer Tag: Neue Ministrantinnen und Ministranten werden in ihrem Dienst begrüßt. Ihre Aufgabe ist wichtig und verantwortungsvoll. Sie werden in vielen Gottesdiensten die Feier des Glaubens miterleben und mitgestalten. Wir bitten dich: Schau auf diese Jungen und Mädchen. Der liturgische Dienst ergreife und begeistere sie. Lass sie immer besser begreifen, was wir miteinander tun. Bleibe bei uns und segne uns. Amen.

Nach der Predigt

Nach einer kurzen Entfaltung der für jenen Tag vorgesehenen biblischen Texte – gerade im Blick auf die Minisund ihre Eltern – werden die „Neuen“ für ihren Dienst gesegnet

P Der Name des Herrn sei gepriesen.

A Von nun an bis in Ewigkeit.

P Lasset uns beten. Allmächtiger Gott, dein Sohn hat alle Menschen in seine Nachfolge gerufen. Diese jungen Menschen stellen sich in deinen Dienst. Segne sie und begleite sie in ihrer wertvollen Aufgabe. Hilf, dass wir uns nicht von Christus trennen, sondern den Weg gehen, den er uns gewiesen hat. Das gewähre uns durch ihn, unseren Herrn.

A Amen.

Zum Abschluss dieses Teils kann das Lied „Voll Vertrauen“ (Gotteslob Nr. 904) gemeinsam gesungen werden. Zur Gestaltung kann es sich anbieten, die Strophen in jeweils unterschiedlicher Aufteilung zu singen, z.B.: “neue“ und „alte“ Minis singen zusammen die erste Strophe, die weiteren Strophen oder nur die Kehrverse singt die Gemeinde mit.

Fürbitten

Drei der Fürbitten während des Gottesdienstes können bewusst auf die Begrüßung der neuen Minis Bezug nehmen. Auch die älteren Minis, die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter und die Eltern der Kinder können in die Fürbitten aufgenommen werden. Diese können beispielhaft lauten:

  • Wir beten heute auch für unsere Ministrantinnen und Ministranten. Schenke ihnen Freude und Ausdauer in ihrem Dienst. Stärke sie durch dein Wort und das Sakrament des Altares.
  • Wir beten für die Familien unserer Ministrantinnen und Ministranten. Schenke ihnen Liebe und Gelassenheit. Lass sie spüren, dass du ihnen nahe bist.
  • Segne die Eltern unserer neuen Ministrantinnen und Ministranten. Stärke in ihnen die Bereitschaft, ihre Kinder in ihrem Ministrantendienst zu begleiten.

Miniausweise

Wenn die Miniausweise nach dem Schlussgebet (vor dem Schlusslied) ausgehändigt werden, haben die „Neuen“ während des Gottesdienstes die Hände frei. Auch bietet sich hier eine weitere Gelegenheit, die neuen Minis nochmals zu würdigen, sie außerdem mit ihrer Aufgabe ausdrücklich in die „Aussendung“ in den Alltag miteinzubeziehen und so zu ermutigen, den Glauben im Alltag zu leben.

Und dann?

Das Eigentliche kommt erst noch, nämlich:

Die Kinder und Jugendlichen auf ihrem Lebens- und Glaubensweg zu begleiten, ihnen hierzu Treffen, Kontakte, Gespräche anzubieten. Neben allem, was sie dabei erleben und lernen, sollen sie auch und gerade erfahren können: Ich bin gewollt, von Anfang an, um meiner selbst Willen, nicht weil ich etwas kann und leiste.

Quelle:

HAHNEN, Peter – FISCHER, P. Markus: Aufnahmefeier für Ministrantinnen und Ministranten, herausgegeben vom Zentrum für Berufungspastoral und der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der deutschen Bischofskonferenz.

Minigottesdienst Bausteine