Rund um die Kindergruppe

Die Kinder brauchen dich!

„Kinder brauchen Menschen, die sie begleiten, ermutigen und fördern, damit sie ihre eigenen Kräfte und Fähigkeiten entdecken und entfalten können.“ Eisenstädter Resolution

Der Zeitpunkt für die Entstehung einer breiten Palette von wichtigen und tiefen Gefühlen und Lebenserfahrungen liegt in der Zeit zwischen 7 und 15 Jahren. Genau in diesen Lebensabschnitt fällt die Jungschar hinein. Demzufolge wird uns und dir als Gruppenleiterin und Gruppenleiter eine große Aufgabe zuteil.

Wie Kinder sich entwickeln und was sie brauchen

Körperliche Entwicklung. Diese Zeit, auch „mittlere Kindheit“ und „Schulalter“ genannt, ist von einer Reihe von Veränderungen geprägt. Auf körperlicher Ebene vollzieht sich der „Erste Gestaltwandel“, d.h. der Rumpf wird schlanker und gestreckter, Zahnlücken treten auf und die Wachstumsgeschwindigkeit nimmt ab. Es folgt eine laufende Verbesserung der motorischen Leistungen und die Zunahme der Körperkraft.

Sozio-emotionale Entwicklung. Im Laufe des Schulalters beginnen Kinder ein Verständnis für das Denken und Fühlen von Menschen und für die Art und Weise, wie sich Menschen zueinander verhalten, zu entwickeln. Kinder erlernen bereits sehr früh, verschiedene Gesichtsausdrücke zu differenzieren und entsprechend darauf zu reagieren. Erst in diesem Alter verfügen sie allmählich über die Fähigkeit zwischen einem gespielten und einem echten Gesichtsausdruck zu unterscheiden. Sie selbst beginnen zwar bereits im Vorschulalter damit, Rollen nachzuspielen, aber erst mit ca. 8 Jahren können sie Gefühle vortäuschen und lügen. Noch schwerer fällt es ihnen Gefühle wie Angst, Enttäuschung und Wut nicht zu zeigen. Dies ist von Bedeutung, weil in unserer Gesellschaft von Kindern dieses Alters bereits oft verlangt wird, ihren Ärger nicht zu zeigen (z.B. ein Kind darf nach mehrmaligem Verlieren beim Spiel immer noch nicht toben…).

Im Schulalter wird der Umgang mit der Peergroup (Gleichaltrigen) sehr wichtig.  Mit 6-7 Jahren verbringen Kinder ihre täglichen Aktivitäten am liebsten in Gruppen von gleichgeschlechtlichen Gleichaltrigen. Sie empfinden es oft sogar als Beleidigung, wenn gesagt wird, ein Mädchen hätte einen Jungen gern und umgekehrt. Fragt man die Kinder, was eine Gruppe zusammenhält, so sind es meist gemeinsame Aktivitäten. Mit zunehmendem Alter treten an die Stelle von konkreten Aktionen immer mehr gemeinsame Einstellungen und Werte. Freundschaften („mein bester Freund“/„meine beste Freundin“) werden im Schulalter von zentraler Bedeutung, meist unter klarer Geschlechtertrennung.

Identitätsentwicklung. Die Zeit vom 6.-12. Lebensjahr stellt eine wichtige Stufe in der Entwicklung der Identität dar. In diesem Abschnitt entwickelt das Kind nun einen ausgesprochenen Werksinn. Das Spiel dient dem Kind dazu, über schwierige Erfahrungen nachzudenken, seine Erlebnisse, seine Realität besser zu bewältigen. Doch nun will es nicht mehr „nur“ spielen, sondern teilhaben an der Welt der Erwachsenen. Es will, dass ihm etwas gezeigt wird und versucht dies nachzuahmen. Kinder haben Lust dabei, etwas zu vollenden und werben so um Anerkennung durch die Erwachsenen. Wenn der Wille des Kindes, etwas schaffen zu wollen, und sein Bemühen dabei erkannt und ihm positive Rückmeldungen gegeben werden, hilft das dem Kind in seiner Entwicklung. Wenn aber immer nur betont wird, was das Kind noch nicht kann und falsch macht, besteht die Gefahr, dass es ein Gefühl der Minderwertigkeit entwickelt.

Moralische Entwicklung. In diesem Alter entwickeln Kinder zusehends ein besseres Verständnis für Gleichheit und Gerechtigkeit, sowie einen Sinn für Gerechtigkeit.

Die Entwicklungspsychologie „klärt“ uns über manches auf. Entscheidend ist aber, dass DU deine Kinder „in- und auswendig“ kennst, denn trotz vieler Gemeinsamkeiten, die in den Lebensabschnitten auftreten, ist jedes Kind eine einzigartige Persönlichkeit.

Quelle: Konzept Grundschulung, Katholische Jungschar Südtirols, 2019

Faulenzen erlaubt – oder einfach Kind sein! Wir leben heutzutage in einer Welt, die voll ist von Reizen und Eindrücken. Hektik und Stress sind die Auswirkungen mit denen wir uns alle herumschlagen. Nicht nur die Erwachsenen betrifft dieses Phänomen, auch der Alltag der Kinder ist davon betroffen. Freizeit, Faulenzen, Nichts tun sind Dinge, die zunehmend auch bei Kindern im Tagesablauf nicht mehr Platz haben. Der volle Terminkalender lässt dies nicht mehr zu: montags geht’s zum Schwimmen, am Dienstag zur Chorprobe, am Mittwoch zum Ballett, am Donnerstag zum Fußball und am Freitag zur Gruppenstunde. Irgendetwas läuft da schief. Es ist bewiesen, dass Kinder mit ausreichend selbstbestimmter Freizeit die Zeiten, die sie in Schule und Freitzeitprogramm verbringen, intensiver ausdauernder und phantasievoller nutzen, als Kinder, die einen vollen Terminkalender haben. Die Jungschar- und Ministunde kann dabei eine Möglichkeit sein, um zu verschnaufen. In der Gruppenstunden kannst du nämlich Rahmenbedingungen schaffen, die es den Kindern ermöglichen, Erlebtes zu verarbeiten, ihrem Ärger Luft zu machen, oder sich einfach mal erholen zu können. Dafür findest du verschiedene Bausteine zum Download.

Wenn Kinder auffallen

Wie lief deine letzte Gruppenstunde? Angenehm ruhige Kinder, die aufmerksam deinen Anleitungen lauschten, die Hand hochhielten, wenn sie sinnvolle Fragen stellten, und sich voll motiviert am Programm beteiligten?!? Nun, dieses Bild klingt (zum Glück) sehr unrealistisch. Du hast vielleicht ein oder mehrere Kinder in der Gruppe, denen es schwer fällt sich an Regeln zu halten? Kinder, die gern Chaos und Ärger anstiften? Nun, ich hoffe es tröstet dich: Das ist ganz normal! Es ist ganz natürlich, dass es auch mal rund geht. Damit umzugehen ist nicht immer einfach. Es ist menschlich auch mal ratlos zu sein. Auch wenn dir jetzt klar ist, dass es allen Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern ähnlich ergeht, stellst du dir vielleicht manchmal die Frage: „Warum tu‘ ich mir diesen Stress regelmäßig an?“

An dieser Stelle tut ein Sichtwechsel gut: Kinder sind besondere Menschen, die unserer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen. Es gibt keine „schwierigen“ Kinder, sondern wohl eher Kinder mit Schwierigkeiten und es gibt schwierige Situationen! Jeder Mensch hat bestimmte Grundbedürfnisse. Zwei davon sind Akzeptanz durch andere Menschen und die Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Durch das Stören macht ein Kind darauf aufmerksam, dass seine Bedürfnisse nicht erfüllt sind. Es zieht die Aufmerksamkeit auf sich, um in die Gruppe einbezogen zu werden. Letztendlich möchte es wertgeschätzt und geliebt werden. Es möchte, dass die anderen es akzeptieren.

→ Tipp: In den meisten Fällen ist das Ansprechen „auffälligen“ Verhaltens schon ein erster Schritt, der zur Klärung beitragen kann. Mach Dir immer auch bewusst, dass du selbst unterschiedlich belastbar bist. Es wird Tage geben, an denen du z.B. Lärm und Durcheinander in der Gruppe leichter aushältst als an anderen Tagen.

Quelle: Gut zu wissen

Kinder mit Beeinträchtigung in der Jungschar- und Minigruppe

In der Jungschar stellen wir die Kinder in die Mitte. Egal ob schwarz oder weiß, dick oder dünn, laut oder leise, mit oder ohne Behinderung. Unsere Arbeit dreht sich um jedes einzelne Kind. Jedes soll als Person ernst genommen werden. Es ist leicht, jemand aufgrund seiner Andersartigkeit auszuschließen. Anders sein heißt, nicht nur anders auszusehen, es heißt auch, andere Ausdrucksweisen und Fähigkeiten zu besitzen. Die Sache sieht wieder ganz anders aus, wenn wir uns bewusst werden, dass auch wir manchmal etwas gut können oder uns etwas überhaupt nicht gelingen will. Ausgerüstet mit diesen Gedanken, kann sich vielleicht unser Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigung verändern. Du als Gruppenleiterin und Gruppenleiter kannst vieles dazu beitragen, indem du auf die Anforderungen der Gruppe und die Bedürfnisse der Kinder eingehst. Wenn es darum geht, Kinder mit Beeinträchtigung gut in die Gruppe aufzunehmen, sind noch ein paar Dinge mehr notwendig. Wenn auch du ein Kind mit Beeinträchtigung in der Gruppe hast, dann lies dir den Artikel „Kind ist Kind – Kinder mit Behinderung in der Jungschar- und Minigruppe“ im Downloadbereich durch. Darin findest du auch ein paar Praxisbeispiele von verschiedenen Gruppen.

Kurz notiert:

  • Menschen mit Beeinträchtigung sind Menschen wie du und ich, auch wenn dies oft nicht beachtet wird.
  • Sei dir bewusst, dass du als Gruppenleiterin und Gruppenleiter Vorbildfunktion hast.
  • Behandle das Kind so normal wie möglich, mach es nicht durch eine Sonderbehandlung zur Außenseiterin oder zum Außenseiter.
  • Biete Spiele an, bei denen die Gemeinschaft im Vordergrund steht. Achte bei Spielen grundsätzlich auf die Beeinträchtigung und meide jene Spiele, bei denen diese besonders zum Vorschein kommt.
  • Schreibe die Spiele auf, welche du in der Gruppenstunde spielst. Danach kannst du kontrollieren, welches gut gelaufen ist und welches sich nicht so gut eignet.
  • Schließe das Kind nicht aus. Lass das Kind bei Aktivitäten oder Spielen, bei denen es nicht mitmachen kann, andere Aufgaben übernehmen.

Quelle KONTAKT 4 2008/09

Prima Klima – worauf es bei einem guten Gruppenklima ankommt

Ein gutes Gruppenklima – das wünschen wir uns wohl alle. Oft ist es aber nicht einfach so gegeben, sondern wir müssen aktiv werden und etwas dafür etwas tun, dass es entstehen kann. Oft ist ein gutes Gruppenklima nicht Voraussetzung, sondern ein Ziel für das gemeinsame Miteinander. Das gilt für die Kindergruppe genauso wie für die Leiter*innen-Runde. Eine Gruppe ist an sich schon ein kompliziertes Ding. Eine Gruppe zu leiten und dafür zu sorgen, dass möglichst alles gut klappt, ist eine wahre Herausforderung.

Ärger in der Gruppe. Wann aber gibt es Ärger in einer Gruppe? Menschen ärgern sich, wenn sie sich ungerecht behandelt oder missverstanden fühlen. Wenn sie gehänselt, überfordert, angegriffen oder einfach übersehen werden. Wenn sie keine Freunde haben. Schlechte Stimmung entsteht auch, wenn unendliche Langeweile herrscht, Räume zu eng und Regeln zu streng sind. All diese Dinge können das Befinden und oft auch das Selbstbewusstsein mindern. So entsteht oft auch Angst und die ist Nährboden für Aggressionen. Aggressionen zeigen sich dann nicht nur durch körperliche Übergriffe, sondern auch durch Provokation, Spott und Ironie. Manche Menschen reagieren weinerlich und ziehen sich zurück. Was dann passiert, kennst bestimmt auch du: „Hör schon auf damit – das du immer so tun musst!“ Naja, und genau das macht die Situation nur schlimmer. Schon wieder ist man frustriert und reagiert nur noch heftiger. So schließt sich ein Teufelskreis und das Gruppenklima wird mieser.

Fürs Aussteigen aus einem solchen Teufelskreis ist eine Erkenntnis wichtig: Kaum ein Störenfried fühlt sich wirklich wohl in seiner Haut. Er oder sie leidet Not, auch wenn lautstark das Gegenteil behauptet wird. Es gibt viele Möglichkeiten, den Ursachen eines schlechten Gruppenklimas auf die Spur zu kommen und die Hintergründe für störendes Verhalten zu verstehen. Was es dazu braucht, ist ein bisschen soziales Gespür und deine Aufmerksamkeit. Waches Beobachten, genaues Hinhören und einfühlsames miteinander Sprechen sind wichtige Voraussetzungen für eine tragfähige Gemeinschaft, die die Bedürfnisse und Ängste der einzelnen erkennen und gute Möglichkeiten für den gemeinsamen Umgang findet. Ziel ist, eine Gruppe in der man sich untereinander vertrauen kann.

Damit das Klima in deiner Gruppe stimmt, beachte folgende Spielregeln. Die genaue Beschreibung kannst du im Download nachlesen.

  • Hab Spaß!
  • Bring dich ein!
  • Sei fair!
  • Verletze niemanden!

Konflikte. Zu den Erfahrungen, die die Kinder in der Gruppe machen, gehören auch Konflikte und Streitereien. Die Ursachen können vielfältig sein, genauso wie die Auslöser. Als Gruppenleiterin und Gruppenleiter wirst du natürlich bemüht sein, dass es nicht zu einem Streit kommt. Das wird dir aber sicher nicht immer gelingen. Wenn es aber so weit ist, solltest du zusammen mit den Kindern nach kreativen und fairen Lösungen suchen. Leider können wir dir keine Patentlösung zur Konfliktlösung geben, da jeder Mensch und dadurch jeder Streit anders ist. Aber es gibt einige Tipps und Tricks und auch ein paar Spiele, die du in solchen Situationen vielleicht verwenden kannst.

  • Störungen haben Vorrang. Sprich einen Streit oder ein Konflikt gleich an. Wenn du zu lange zuschaust und nichts machst, kann ein kleiner Streit auch eskalieren.
  • Wenn du mit deinen Kindern über einen Streit sprichst, dann versuch immer für dich selbst zu sprechen (nicht mit „man“ oder „wir“, sondern ICH).
  • Wenn du einen Konflikt ansprichst, dann lass jedes Kind seine Sichtweise darstellen (ICH nicht „er/sie“), was es gefühlt und empfunden hat. Pass aber auf, dass es keine Anklagerede wird.
  • Jedes Gruppenmitglied soll die Möglichkeit haben, seine Meinung frei zu äußern und sich zu positionieren, ohne dass es dabei gestört oder unterbrochen wird.
  • Lass die Beteiligten überlegen, was SIE an dieser Situation verändern könnten, damit es nicht mehr zu einem Streit kommt und was sie vielleicht bräuchten.
  • Versuche die Kinder selbst auf eine Lösung kommen zu lassen, unterstütze sie aber dabei. Nur wenn das nicht funktioniert, kannst du eingreifen.

Wenn du das Thema „Konflikte“ gerne in einer Gruppenstunde mit den Kindern aufgreifen möchtest, kannst du im Jungscharbüro den „Streitkoffer“ kostenlos ausleihen. Darin befindest du verschiedene Methoden, das Thema mit den Kindern zu behandeln und Übungen, wie Konflikte gelöst werden können.

Die Gruppenphasen. Jede Gruppe befindet sich zu unterschiedlicher Zeit in unterschiedlichen Phasen – jedoch kommt sie nicht umher, all diese Phasen – auch mal intensiver – zu durchleben. Diese verschiedenen Gruppenphasen kannst du als Gruppenleiterin und Gruppenleiter begleiten. Hier findest du eine Auflistung und kurze Beschreibung der fünf Gruppenphasen:

  1. Fremdheit: Wenn sich eine Gruppe noch nicht kennt, herrscht zunächst Unsicherheit. Hier bieten sich Aufwärmspiele an.
  2. Orientierung: Es ist wichtig, dass alle ihren Platz in der Gruppe finden. Kennenlernspiele und Namensspiele sind hier angesagt.
  3. Vertrautheit: Wenn alle einen Platz gefunden haben und die Abläufe klar sind, entsteht ein „Wir-Gefühl“. Vertrauensspiele können nun gespielt werden.
  4. Differenzierung: Wenn Vertrautheit entstanden ist, können sich auch die Besonderheiten der Einzelnen zeigen. Kooperationsspiele gelingen in dieser Phase am besten.
  5. Abschluss: Wenn eine Gruppe sich trennt, braucht es für einen guten Abschluss Raum und Handlungen, die den Abschied erleichtern. Spiele für den Abschluss müssen kurz und effektvoll sein.

Partizipation

Dir wird das Wort „Partizipation“ sicher schon mal untergekommen sein. Partizipation der Kinder wird auch bei uns in der Jungschar- und Miniarbeit groß geschrieben. Doch was bedeutet es überhaupt? Das Wort selbst kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt „Beteiligung“. Wenn wir also von Partizipation sprechen, meinen wir damit die aktive Beteiligung der Kinder bei gemeinsamen Angelegenheiten.

Was bedeutet dies für die regelmäßigen Gruppenstunden und das gemeinsame Zusammenleben? Als erstes ist es deine Aufgabe als Gruppenleiterin und Gruppenleiter die Anliegen und Bedürfnisse der Kinder ernst zu nehmen. Dazu gehört natürlich auch, die unbequemen Stellungnahmen und Anliegen anzunehmen und auf diese einzugehen. Das gelingt dir, indem du versuchst die Gedanken und Gefühle der Kinder respektvoll nachzuspüren. Wenn wir Jugendlichen und Erwachsenen uns auf die Augenhöhe der Kinder begeben, gelingt es uns, die Kinder in Entscheidungs-, Willens- und Handlungsprozessen einzubeziehen. Dabei sollten wir uns immer wieder in Erinnerung rufen: Kinder sind Expertinnen und Experten in eigener Sache. Kinder vertreten ihre Interessen selbst.

Bei allen Projekten, die du startest, wo die Kinder direkt an Entscheidungen beteiligt sind, musst du dir aber auch über eine Reihe von Rahmenbedingungen im Klaren sein:

  • Mach dir Gedanken über deine Ressourcen (Zeit, Geld…) und mach auch deinen Kindern die Grenzen eurer Möglichkeiten klar. Ansonsten kann die Enttäuschung groß sein.
  • Wenn du dich auf die Beteiligung der Kinder einlässt, dann kann es auch passieren, dass du vielleicht Projekte, Ideen und Vorstellungen präsentiert bekommst, die dir nicht zusagen oder von denen du noch überzeugt bist. Lass dich aber darauf ein!
  • Wenn du mit den Kindern arbeitest, überleg dir auch die Grenzen und jene Dinge, die die ihr nicht ändern könnt. Teile sie den Kindern von Beginn an mit.
  • Nimm die Wünsche und Ideen der Kinder ernst.

Zum Download findest du verschiedenen Beispiele aus dem Jungschar- und Minialltag, z.B. mit Kindern über die Gruppenstunden reden, in Kleingruppen zusammensetzen und gemeinsam eine Stunde planen und durchführen, nach Ideen für das Arbeitsjahr, Aktionen und Projekte fragen, eine Wunsch- und Wutbox im Raum aufstellen und die Wunsch- und Wutzettel regelmäßig mit den Kindern besprechen usw.

Quelle: KONTAKT 4 2008/09


Zum Download

Kinder und ihre Bedürfnisse

Ich bin okay – starke Tipps und Spiele fürs Selbstbewusstsein

Auf der Flucht – Bausteine zum Thema Flucht und Flüchtlinge

Wohlfühloasen und Entspannung

Faulenzen erlaubt – in der Gruppenstunde Dampf ablassen und entspannen

Goodbye – wie die großen Jungscharkinder und Minis verabschiedet werden können

Sicher ohne Angst und Schrecken-Praxismaterial für angstfreies Abendprogramm beim Jungscharlager

 Kinder mit Beeinträchtigung

Kinder mit Behinderung in der Jungschar- und Minigruppe

Wenn die Welt stumm bleibt – Bausteine für die Gruppenstunde zum Thema Gehörlosigkeit

Hallo, ich bin behindert – Kinder mit besonderen Bedürfnissen in deiner Kindergruppe

Gruppenklima

Prima Klima – worauf es bei einem guten Gruppenklima ankommt

Ich bin ich und du bist du – Bausteine für eine Gruppenstunde

Spiele für ein gutes Gruppengefühl

Spiele für einen guten Anfang

Jedes Spiel zur rechten Zeit – Gruppendynamik, was deine Gruppe gerade braucht

 Konflikte

Fair streiten – eine Gruppenstunde aus dem Streitkoffer

Konflikte bitte lösen

Streiten lernen – Bausteine

Partizipation

Wos denkschn eigentlich – Bausteine zum Mitbestimmen

Part(y)izipation – Bausteine wie Kinder in der Jungschar beteiligt werden können

Kinder an die Macht – eine Gruppenstunde von den Kindern selbst geplant

Kinder vertreten ihre Interessen selbst – Beispiele aus dem Minialltag

Wir renovieren – Umbau partizipativ

Partizipation – eine Zukunftswerkstatt für die Kindergruppe

Zukunftswerkstatt – gemeinsam mit Kindern die Zukunft gestalten